Der Unterschied zwischen Provision und Honorar?

Percy Grüterich - der Mann für Ihre finanzielle Fitness Kosten haben direkten Einfluss auf die Rendite eines Finanzproduktes: Je geringer diese sind, desto höher ist Ihre Rendite. Wissen Sie wie viel Ihr Finanzberater kostet?

Erhält er eine Provision für das vermitteln eines Produktes oder bekommt er ein Honorar  bzw. Servicegebühr direkt von Ihnen? Mein Tipp an Sie lautet: Fragen Sie zu Beginn eines Beratungsgespräches immer, wie Ihr gegenüber bezahlt wird und was es kostet.

Vergütungsbasis: Provision

Der Verdienst von Versicherungsvertretern / Maklern (Zulassung gem. § 34 d GewO), Finanzberatern (§ 34 f GewO) und selbst von Kundenberatern in Banken, basiert in der Regel auf Provisionen – im Beitrag des jeweiligen Finanzproduktes einkalkuliert. Diese Form der „indirekten Vergütung“ bedeutet unter Umständen einen möglichen Interessenskonflikt für den Berater: Einerseits soll er im bestmöglichen Kunden-Interesse agieren, andererseits ist sein Verdienst von der erfolgreichen Vermittlung eines Finanzproduktes abhängig. Sobald ein Finanzberater seine Provisionsinteressen bei der Produkt-Empfehlung in den Vordergrund stellt, kann dies schnell zum Nachteil für den Kunden werden.

Vergütungsbasis: Honorar

Finanzberater können ebenfalls transparent über Honorare vergütet werden. Als Kunde erhalten Sie in diesem Fall einen detaillierten Kostenausweis. Ob dieser die erbrachte Leistung am Ende rechtfertigt, wissen Sie meist erst hinterher.

2018: Neue gesetzliche Regelungen

Seit 2018 schreibt der Gesetzgeber neue „Spielregeln“ und größtmögliche Transparenz vor, in Bezug auf Berater-Vergütungen sowie der Gebühren und Kosten von Finanzverträgen. Ziel ist es, jedem Verbraucher im Vorfeld maximal transparent aufzuzeigen, welche Kosten mit der Beratung und Vermittlung eines Finanzproduktes verbunden sind.
Als Verbraucher müssen Sie sich nun umso deutlicher mit der Frage beschäftigen, welche Vergütungsform zu Ihnen passt und welche Höhe für die gebotene Dienstleistung angemessen ist. Folgende Beratungskonzepte können Ihnen begegnen:

„Honorarberater“: Berater oder Vermittler, die ihre Beratung oder Produktvermittlung ausschließlich auf Basis einer mit dem Kunden individuell getroffenen Vereinbarung (Honorar) erbringen. Sie dürfen eine Vergütung von Gesellschaften (Produktanbieter) nicht annehmen. Zulassung nach § 34 e (Versicherungsberater) oder §34h (Honorar-Finanzanlagenvermittler) GewO.

Neutrale (freie) „Finanzberater“, „Versicherungsmakler“, „Finanzdienstleister“ oder „Finanzplaner“ mit Zulassung nach § 34d und / oder §34f GewO können sowohl auf Provisionsbasis wie auch auf Honorarbasis Dienstleistungen und Vermittlungen erbringen oder über „Mischmodell“ aus beiden Vergütungsformen vergütet werden.

„Gebundene Vermittler“ sind in der Regel festangestellte Berater einer Versicherung, Bank oder Bausparkasse. Sie haben nur Zugriff auf die unternehmenseigenen Produkte und werden vom Arbeitgeber vergütet. Ihr Gehalt orientiert sich oft an den erzielten Verkaufserfolgen.

Was können Sie tun um den richtigen Berater zu finden?

Verschaffen Sie sich zuerst einen klaren Blick auf die angebotene Dienstleistung des Beraters. Verstehen Sie sein Angebot und sein Geschäftsmodell? Welche Dienstleistung erbringt der Berater konkret? Welche ist davon kostenpflichtig und welche kostenfrei? Wie ist das Preis-/Leistungsverhältnis für die angebotene Dienstleistung?
Diese und weitere Fragen sollten am Anfang einer Geschäftsbeziehung geklärt werden. Die Kosten sowie die angebotene Dienstleistung sind Faktoren der Differenzierung des Beraters. Hierbei darf die Kompetenz des Beraters nicht unbeachtet bleiben.
Es gibt heute verschiedenste Möglichkeiten der Finanzberatung. Was es nicht gibt, ist das einzig allheilig machende Konzept! Hier wie in allen anderen Branchen: Es gibt Menschen die es ehrlich mit Ihnen meinen… und die anderen.

Meine Empfehlung bei der Auswahl Ihres persönlichen Beraters, stellen Sie sich folgende Frage: „Wie tickt der Berater und passt er zu mir?“
Was nützt Ihnen am Ende der günstigste Berater, der jedoch Ihre Bedürfnisse nicht erkennt und sich in Fachfragen nicht wirklich auskennt. Am Ende muss es insgesamt passen. Dazu trägt die neue gesetzlich vorgeschriebene Transparenz positiv bei.

Wollen Sie mehr über das Thema erfahren? Kontaktieren Sie mich.